Man sollte meinen, dass die zwischenmenschliche Kom-
munikation einen riesigen Sprung nach vorne gemacht
habe. Schließlich gibt es nichts mehr, was oder wen man
nicht erreichen könnte..
Emails sausen hin und her; mal
eben eine SMS schicken mit
160 Zeichen - und so entwickelt
sich eine ganz eigene telegramstylartige Sprache. Fastfood
eben - Hauptsache, jeder weiß Bescheid und das so schnellwie möglich.
Nein, ich verurteile all diese technischen Entwicklungen
nicht, im Gegenteil: Wir können alle dankbar dafür sein -
wenn wir nicht vergessen, dass es auch noch auf etwas
anderes ankommt, als auf Geschwindigkeit und Informationsaustausch.
Glaubt man einer Studie, so lässt der Austausch innerhalb der Familie zu wünschen übrig. Es wird behauptet,
dass sich die durchschnittliche Zeit, in der Eltern mit
ihren Kindern sprechen, auf täglich 10 Minuten beläuft.
Eine Folge falscher Prioritäten?
Lukas 10, 38-42 berichtet
von zwei Schwestern, die
Jesus zu sich nach Hause
einladen. Maria setzt sich
zu Jesus und hört ihm
aufmerksam zu. Sie weiß,
wie wertvoll die Zeit mit
ihm zusammen ist.
Martha will Jesus Gutes
tun und wirbelt für ihn
herum. Jesus bewertet
das Zuhören von Maria
als das Bessere. Er setzt
hier klare Prioritäten.
Miteinander reden, dem anderen zuhören, sich dem Anderen zuwenden wird in unserer schnellen, oft hektischen Welt immer wichtiger. Kommunikation tut nicht nur not, sie tut auch gut.
Denken wir daran:
Einem Menschen zuhören können
hat etwas mit lieb haben zu tun.