Als ich noch ein junges Mädchen war und meine Freundinnen und ich über unsere romantischen
Vorstellungen von Ehe austauschten, fiel oft der Satz:
"Also so, wie du dir deinen Ehemann vorstellst, solltest du ihn beim Bäcker in Auftrag geben."
Es ist viel dran an diesem Satz. Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon,
gute Butter dazu, statt Rosinen lieber Schokolade und zur Krönung etwas Marzipan.
Hand auf 's Herz, würden wir das nicht auch gern mit den Menschen machen,
die uns am nächsten sind.
Und wo wir gerade dabei sind;
wie sieht es mit unseren Erwartungen Gott gegenüber aus?
Wenn wir IHN uns so zusammenbasteln könnten, wie wir es gerne hätten, wären wir dann glücklich?
"Immer lieb und freundlich soll er zu mir sein, meine Wünsche soll er schnell erfüllen,
mich vor Leid und Krankheit in jedem Fall bewahren,
wenn ich falsche Dinge tue soll ER wegsehen oder ein Auge zudrücken und Forderungen soll
ER nicht an mich stellen, denn ich habe ja so schon genug zu tun.
"Ein Gott nach meinem Geschmack!?
Wenn sich jeder seinen Gott so hinbasteln könnte, wie er es gerade möchte,
wäre Gott keine feste Größe mehr in unserem Leben.
Jeder würde seine Vorstellungen und Erwartungen in seinen Gott hineinbauen.
Eine schlimme Vorstellung!
Wie gut, dass es nur diesen einen Gott gibt, den wir aus der Bibel kennen.
Einen Menschen vom Bäcker gebacken!?
Es würde vielleicht einige Dinge in unserem Leben erleichtern,
aber hier bevorzuge ich doch die Vielfalt der Persönlichkeiten!
Fazit: Lerne deine Wünsche und Erwartungen zu formulieren. Habe den Mut sie zu äußern. Freu dich über die vielen Originale in deinem Leben und sei dankbar und froh darüber so sein zu dürfen, wie du bist. Denn auch du bist nicht geschaffen, um die Erwartungen Anderer zu erfüllen. Wenn du es aus Liebe freiwillig tust, ist es etwas anderes. Wenn es dein Gegenüber aus Liebe und freiwillig tut, ist es etwas sehr wertvolles. Nur, erwarte es nicht!